Teambuilding im Naturcamp Hunsrück

Am Freitag, kurz nach Mittag machten wir (Marian Hahn, Gabi Schares, Dr. Andrea Trippler, Eva Wederz) uns auf nach Monzingen an der Nahe, dem festen Standort des Naturcamps Hunsrück. Auf der B41 drohten die Wolken mit dunklen Gebärden die nächsten Schauer an und wir dachten so bei uns: „Das kann ja nass werden!“

Dass es ein weiteres, mobiles Camp in der Nähe der Schmidtburg im Hahnenbachtal gibt, lernten wir, als wir zum Warm-up mit Beate Thome um den Feuerplatz saßen und mit den Füßen in derben Wanderstiefeln prüfend die Matschtiefe mittels „Plitsch und Platsch“ analysierten.

Dann erfuhren wir anhand von Modellen, wie man auf unterschiedlichem Terrain eine Feuerstelle errichtet: Sternfeuer, Grubenfeuer, Balkenfeuer und ja, passend zum heutigen Morastboden, ein Altarfeuer. Wir wurden optimistisch, dass wir nicht allzu lange frieren müssen und Beate wusste genau, wie sie uns einheizen konnte. Dann besahen wir uns Lagerstätten für die Übernachtung im Freien und jede hoffte heimlich, nicht bleiben zu müssen.

Anschließend ging es ins Gelände, „Orientierung mit Karte und Kompass“ stand auf dem Programm. Auch wichtig: Man musste weiter als bis drei zählen können, denn die Anzahl der Schritte war maßgeblich für die nächste Richtungsänderung oder Aufgabe, die es zu erfüllen galt. Da wurden Mauerstufen, Leitersprossen, Balken und Schrauben gezählt, Telefonnummern notiert und Heu und Stroh unterschieden. Unterwegs sammelten wir eifrig wilde Kräuter am Wegesrand, probierten schon mal Schafsgarbe, Spitzwegerich, den kleinen Wiesenknopf (Pimpinelle), wilden Majoran und wilden Thymian.



Und während wir noch so dahin wanderten und zählten und den Boden nach Kräutlein absuchten, tat sich der Himmel auf, färbte sich azurblau mit weißen Schäfchenwolken und die Sonne tat, was sie im Mai tun sollte. Sie schien und freute sich offenbar über so viel Naturverbundenheit von uns Fünfen, dass es uns richtig warm wurde.

Wieder im Camp angekommen – ja, wir haben es tatsächlich, wie versprochen, wiedergefunden –, ging es an die hohe Kunst des Feuermachens. Aber nicht etwa Feuerzeug oder Streichholz ans Kleinholz gehalten und fertig. Wir produzierten mit exklusivem Outdoor-Gerät Funken, hielten es an mit Vaseline getränkte Rohrkolben-Watte, häufelten es mit Holzspähnen an, pusteten sanft und kräftig Sauerstoff dazu und mussten mit ansehen, wie es doch wieder verging.

Während wir noch so übten, erbarmte sich Beate und entzündete mit geübter Hand ein schönes wärmendes Lagerfeuer.


 

Wasser wurde zum Kochen gebracht, Sahne erhitzt und mit Speck und Nudeln verrührt, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, und als Krönung gab es geriebenen Käse und die fein geschnittenen, selbst gesammelten Kräuter. Es schmeckte himmlisch und konnte gänzlich mit der Sterne-Küche konkurrieren.

Im stolzen Glauben, doch jedem Survival-Training gelassen entgegensehen zu können, dankten wir Beate für ihren Einsatz und ihre Gastfreundschaft, packten uns in unsere Autos, drehten die Heizung auf und sinnierten, ob man nicht doch mal im Wald übernachten könnte …

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